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Bittere Niederlage nach großem Kampf – SV Todesfelde verspielt 5 Tore-Vorsprung nach zehnminütigem Blackout
02. November 2026 · Redaktion
SVT mit unnötiger Niederlage im Kellerduell
Die Vorfreude auf das Spiel war groß und die Motivation entsprechend hoch. Die Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau war mit 350 Zuschauern erneut gut gefüllt und die Stimmung bei den Fans laut und mitreißend. Das Trainerteam hatte eine klare Marschroute vorgegeben: Aus einer starken Abwehr heraus über das Tempo zum Erfolg kommen und im Angriff ruhig und geduldig spielen, um sich klare Torchancen zu erarbeiten. Genau diese Vorgaben galt es umzusetzen. Kurzfristig musste der SV Todesfelde die Ausfälle von Franziska Haupt (Oberschenkel) und Line Ruge (Knie) kompensieren.
Guter Start und hochverdiente Führung zur Halbzeit
Vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte der SVT mit hohem Tempo und kam dadurch immer wieder zu einfachen Toren. Mit viel Spielfreude, einer engagierten Abwehrleistung und konsequent ausgespielten Angriffen hatte das Team von Trainer Henning Ammen das Spielgeschehen weitgehend im Griff. Mit einer verdienten 13:11-Führung, die alleine aufgrund von insgesamt drei verworfenen Siebenmetern durchaus höher hätte ausfallen müssen, ging es in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Todesfelde zunächst spielbestimmend und erwischte einen perfekten Start, sodass die Führung bis zur 35. Minute auf 17:12 ausgebaut werden konnte. Mit zunehmender Spieldauer wurden jedoch einzelne Spielerinnen des SV Todesfelde offensiv in Manndeckung genommen. Dadurch ergaben sich zwar große Räume für die übrigen Spielerinnen, gleichzeitig war die Partie zunehmend von intensiven Eins-gegen-Eins-Situationen geprägt, die viel Kraft kosteten.
Unerklärlicher Einbruch nach 45 Minuten
Nach rund 45 Minuten folgte jedoch der Bruch im Spiel, wie schon so häufig in dieser Saison. Lintfort kämpfte sich zurück in die Partie, drehte das Spiel innerhalb von 10 Minuten von 20:16 auf 21:23. Diese Phase sollte sich letztlich als spielentscheidend erweisen. Ein zwischenzeitlicher Drei-Tore-Rückstand (56. Minute) machte die Situation zusätzlich schwierig. Doch der SV Todesfelde gab sich auch diesmal nicht auf. Mit großem Kampfgeist, Willen und einer starken Moral kämpfe sich die Mannschaft noch einmal zurück. Zwei Minuten vor dem Ende gelang dem SVT per Siebenmeter der Anschlusstreffer zum 24:25. Die Partie war damit wieder völlig offen. 10 Sekunden vor Schluss ergab sich tatsächlich nochmal die große Chance zum Ausgleich, doch der Ball flog knapp am Tor vorbei, sodass ein Comeback wie im Heimspiel gegen Leverkusen leider nicht wiederholt werden konnte. Mit dem Schlusspfiff der Schiedsrichter stand die knappe und völlig unnötige 24:25-Niederlage fest, bei der zwei wichtige Punkte knapp verpasst wurden. Besonders bitter, weil das Team über weite Strecken eine starke Leistung zeigte und bewies, dass es mithalten kann. Jetzt gilt es, die positiven Dinge mitzunehmen, aus den Fehlern zu lernen und weiter an sich zu arbeiten. Denn viel Zeit zum Hadern bleibt nicht. Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Herausforderung: Auswärts in Bremen will der SV Todesfelde wieder angreifen und die ersten zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Mit der Leistung der ersten 45 Minuten und einer besseren Torausbeute sollte dort für die Blau-Gelben durchaus etwas möglich sein.
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