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SV Todesfelde unterliegt Solingen nach schwacher erster Halbzeit – furiose Aufholjagd bleibt unbelohnt
12. Oktober 2026 · Redaktion
SVT zunächst ideenlos gegen starken HSV
Der SV Todesfelde musste sich am Samstagabend im dritten Heimspiel der Saison dem HSV Solingen-Gräfrath 76 mit 26:32 (8:18) geschlagen geben. Vor 580 Zuschauern in der restlos ausverkauften Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau fanden die Blau-Gelben vor allem in der ersten Halbzeit weder defensiv noch offensiv zu ihrem Spiel. Nach einem deutlichen Rückstand zur Pause zeigte die Mannschaft im zweiten Durchgang zwar eine Reaktion und kämpfte sich zwischenzeitlich wieder näher an die Gäste heran, konnte die Niederlage jedoch nicht mehr verhindern. Entsprechend unzufrieden zeigte sich der SVT mit dem eigenen Auftritt.
Todesfelde findet zunächst keinen Zugriff
Die Partie begann zunächst ausgeglichen, doch schon früh übernahm Solingen zunehmend die Kontrolle. Der SV Todesfelde bekam in der Abwehr keinen ausreichenden Zugriff auf die gegnerischen Angriffe und ließ den Gästen zu viele Möglichkeiten, erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Gleichzeitig fehlten im eigenen Angriff die passenden Lösungen, um die Defensive der Solingerinnen vor größere Probleme zu stellen. Auch die Paraden der Solinger Torhüterin Liv-Stine Eckardt erschwerten es den Gastgeberinnen, ins Spiel zu finden. Während Solingen seine Chancen konsequent nutzte, blieb die Torausbeute des SVT zunächst gering. So wuchs der Rückstand im Verlauf der ersten Halbzeit immer weiter an. Mit einem deutlichen 8:18 ging es schließlich in die Kabinen.
Trainer Henning Ammen sah die Ursachen dafür vor allem im eigenen Spiel: „Wir haben in der Abwehr nicht den Zugriff bekommen, obwohl wir wussten, was passiert. Wir haben im Angriff zu starr gespielt, den Ball nicht laufen gelassen und viele Bälle im Stand angenommen.“ Damit blieb der SVT in den ersten 30 Minuten deutlich unter seinen eigenen Erwartungen.
Furiose Aufholjagd nach dem Seitenwechsel bleibt unbelohnt
Auch der Start in die zweite Halbzeit verlief für den SVT zunächst nicht optimal. In der 36. Minute schien beim 10:22 längst alles erledigt. Doch ab der 40. Minute fand die Mannschaft des SVT besser in die Partie und konnte sich im Angriff häufiger durchsetzen. Durch geduldigere Angriffe, mehr Tempo und ein verbessertes Zusammenspiel gelangen den Todesfelderinnen zunehmend bessere Abschlüsse. Auch in der Abwehr bekam die Mannschaft mehr Zugriff. Mit einer offensiveren 3:3-Deckung stellte sie die Gäste zwischenzeitlich vor neue Herausforderungen. Die Blau-Gelben gaben sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf und kämpften sich wieder näher an den HSV heran. Beim 24:28 in der 55. Minute betrug der Abstand nur noch vier Tore und die zahlreichen Zuschauer spürten plötzlich, dass vielleicht doch noch etwas gehen könnte. Dem SVT gelang es, die Begegnung in der Schlussphase noch einmal offener zu gestalten, doch leider vergab man in dieser Phase die Möglichkeit zum 25:28, machte hinten auf und riskierte somit nochmal alles, doch es sollte am Ende nicht mehr für einen Punktgewinn reichen.
Auch auf Seiten der Gäste verlief der zweite Durchgang nicht mehr so souverän wie die erste Halbzeit. Solingens Neele Spengler erklärte nach der Partie: „In der zweiten Halbzeit vergeben wir zu viele Chancen.“ Zudem habe die offensivere Todesfelder Abwehr ihre Mannschaft vor Herausforderungen gestellt und zeitweise für mehr Hektik gesorgt. Solingen behielt in den entscheidenden Minuten jedoch die Kontrolle und verhinderte eine vollständige Aufholjagd.
Am Ende stand eine 26:32-Niederlage, mit der der SV Todesfelde nicht zufrieden sein kann. Besonders der deutliche Rückstand aus der ersten Halbzeit wog schwer. Zwar erzielten die Gastgeberinnen nach der Pause 18 Treffer und zeigten damit offensiv eine klare Steigerung, die fehlende Konsequenz in den ersten 30 Minuten ließ sich jedoch nicht mehr ausgleichen. Erfolgreichste Werferin der Todesfelderinnen war erneut Franziska Haupt mit acht Treffern. Marie-Sophie Grabowski steuerte sechs Tore bei. Auf Seiten der Gäste war Neele Spengler ebenfalls mit acht Treffern erfolgreich.
Blick richtet sich für den SVT nach vorne
Für den SV Todesfelde gilt es nun, die Gründe für den schwachen Beginn aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen. Trainer Henning Ammen brachte die Herausforderung mit Blick auf die kommenden Spiele auf den Punkt: „Ich habe immer gesagt, 60 Minuten geht ein Handballspiel. Wir haben heute 30 Minuten auf einem guten Niveau Handball gespielt.“ Die Leistungssteigerung nach der Pause stimmt dabei zwar positiv, zeigt aber gleichzeitig, woran die Mannschaft weiterarbeiten muss.
Der SVT hat in den bisherigen Saisonspielen bereits mehrfach gezeigt, dass er auch gegen starke Gegner mithalten kann. Nun gilt es, diese Leistung von Beginn an auf die Platte zu bringen und über die gesamte Spielzeit abzurufen, um sich in den kommenden Begegnungen für den eigenen Aufwand auch mit Punkten zu belohnen.
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