Historischer Auftakt in Bad Schwartau: SV Todesfelde startet in das Abenteuer 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen!
Aufsteiger startet gegen den VfL Waiblingen
Es ist der Moment, auf den ein ganzer Verein seit Monaten hinfiebert: Am kommenden Samstag ist es endlich soweit. Der SV Todesfelde betritt zum allerersten Mal die Bühne der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen (HBF). Zum Auftakt empfängt der Aufsteiger mit dem VfL Waiblingen einen langjährigen und erfahrenen Zweitligisten und läutet damit den Start einer aufregenden neuen Saison ein. Anpfiff in der Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau ist um 19:00 Uhr und sobald dieser ertönt, dürfte ein Großteil der Anwesenden feuchte Augen bekommen. Es wird der vorläufige Höhepunkt einer Geschichte, die vor nicht einmal 8 Monaten völlig undenkbar gewesen wäre. Die Handballerinnen vom Dorf treten erstmals in der Vereinsgeschichte auf der bundesweiten Handballbühne an. Ein Märchen, das längst schon keines mehr ist, beginnt.
SVT nach intensiver Vorbereitung gut gerüstet für den Saisonstart
Die Vorfreude im gesamten Verein, aber vor allem bei den Verantwortlichen und der Mannschaft, steigt von Tag zu Tag. Nach einer langen Vorbereitung, geprägt von einem intensiven Kennenlernen, Teambuilding, neuen Ideen und Systemen, fordernden Trainingseinheiten sowie den ersten Standortbestimmungen bei Testspielen und Turnieren, beginnt für die Mannschaft nun ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte. Das Team von Trainer Henning Ammen wird dabei als Außenseiter in das erste Saisonspiel gehen. Doch genau diese Rolle möchte die Mannschaft mit Mut und Selbstvertrauen annehmen. Mit dem VfL Waiblingen wartet zum Auftakt ein Gegner mit großer Tradition.
Die „Tigers“ aus Baden-Württemberg beendeten die vergangene Zweitligasaison auf Rang zehn und sicherten sich mit 26:34 Punkten souverän den Klassenerhalt. Für den SVT ist das Spiel damit auch eine echte Standortbestimmung. Dabei geht es nicht nur um die ersten Punkte der neuen Spielzeit, sondern auch darum, von Beginn an zu zeigen, dass man sich den Platz in der zweithöchsten Spielklasse verdient hat. Personell kann der SVT auf einen fast vollständigen Kader zurückgreifen. Eine bittere Ausnahme gibt es jedoch: Lena-Marie Müller hat sich kurz vor dem Saisonstart eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird dem SVT lange fehlen. Zurück im Kader hingegen ist Marie Grabowski, die nach neunmonatiger Verletzungspause pünktlich zum größten Spiel der Vereinsgeschichte wieder einsatzbereit ist und beim Turniersieg im Rahmen des 4. RAIBA Leezen Handball-Masters wieder auf der Platte stand. Der Kaderumbruch des SV Todesfelde war groß. Dennoch war von Beginn an klar, dass die Identität des Vereins erhalten bleiben soll. Mit Finja Harms, Lara Röhrig, Stine Petersen und Sophia Ravn Bach sind Spielerinnen mit hochklassiger Erfahrung dazugestoßen. Gleichzeitig wurde die Verjüngung des Kaders konsequent vorangetrieben. Mit Line Ruge, Jule Steingräber, Mia Friedrichs, Carolin Rose, Lilly Ciudad Benitez, Adriana Windemuth und Helene Stübinger setzt der SVT ebenso auf junge und hervorragend ausgebildete Spielerinnen. Die Mischung aus Erfahrung, jungen Talenten und Spielerinnen, die bereits viele Jahre Teil der „Tofe-Familie“ sind, soll zu einem wichtigen Fundament für die Premierensaison werden.
Die Bilanz der Testspielergebnisse in der Vorbereitung liest sich relativ ausgeglichen. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen den dänischen Zweitligisten Fredericia HK im Trainingslager in Skaerbaek (DK), wo man phasenweise auch deutlich führte, folgte der 2. Platz beim Hoyer-Cup in Elmshorn, wo man dem Ligakonkurrenten aus Buchholz-Rosengarten knapp den Vorrang lassen musste. Anschließend folgte ein Sieg gegen den letztjährigen Vizemeister der 3. Liga Nord aus Schwerin, welchen man auch zuletzt beim vereinseigenen Turnier knapp schlagen konnte.
Fast 50 ehrenamtliche Helfer/innen engagieren sich an den Heimspieltagen
Die Mannschaft weiß, dass die kommenden Monate anspruchsvoll werden. Aber sie weiß auch, wo sie als Meister der 3. Liga Nord herkommt. Trotz der Außenseiterrolle geht der SVT mit viel Selbstvertrauen in die neue Spielzeit. Die Mannschaft möchte sich von Beginn an mutig präsentieren, sich auf seine Stärken besinnen, füreinander kämpfen und bundesweit zeigen, was den SV Todesfelde seit vielen Jahren auszeichnet: Zusammenhalt. Leidenschaft. Ein positiv verrücktes Dorf. Und ein großes Kämpferherz.
Denn der Aufstieg ist nicht nur der Erfolg einer einzelnen Mannschaft. Es ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit, unzähliger ehrenamtlicher Stunden und einer Gemeinschaft, die den SV Todesfelde zu dem gemacht hat, was er heute ist. Der Verein lebt nicht nur von den Spielerinnen auf der Platte. Hinter der Mannschaft steht ein großes ehrenamtliches Netzwerk, das in den vergangenen Monaten gemeinsam dafür gesorgt hat, dass aus dem Dorfverein ein Bundesligist werden konnte.
In den vergangenen Monaten seit der Lizenzerteilung gab es für die SVT-Verantwortlichen keine ruhige Minute. Vorschriften, Bestimmungen und Richtlinien dominierten den Alltag. Alles musste für den Saisonstart vorbereitet werden und man merkte schnell, dass die 2. Alsco HBF eine andere Welt ist, als die 3. Liga Nord. Gemeinsam mit fast 50 ehrenamtlichen Helfern bildete man bereits im April verschiedene Arbeitskreise, welche sich daraufhin einmal monatlich in großer Runde in Todesfelde trafen. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der vergangenen Woche gaben alle Arbeitskreise grünes Licht: Aufgaben erledigt, die Saison kann losgehen! Der Verein ist auf diese ausnahmslos ehrenamtliche Unterstützung besonders stolz und sieht sich auch außerhalb des Spielfeldes bestens vorbereitet.
Hoffen auf „ausverkauftes Haus“ in Blau & Gelb
Der Aufstieg in die 2. Alsco HBF hat in Todesfelde für große Euphorie gesorgt. Nun soll genau diese Begeisterung mit in die Ludwig-Jahn-Halle getragen werden. Die Mannschaft hofft bei diesem ganz besonderen Spiel auf eine volle, laute und beeindruckende Kulisse, viele Gänsehautmomente und die gewohnt leidenschaftliche Unterstützung der Tofe-Fans. Auch wenn der Umzug nach Bad Schwartau nicht allen ganz leichtfällt, ist er auch eine große Chance, den Frauenhandball überregional sichtbarer zu machen. Auch deshalb soll der erste Spieltag mehr sein als nur ein Handballspiel. Er soll der Beginn von etwas Neuem sein. Wenn am Samstag um 19:00 Uhr der Anpfiff ertönt, beginnt der erste Schritt in ein neues Kapitel.

Der Anhang des SV Todesfelde sorgt regelmäßig für Gänsehautstimmung bei Heim- und Auswärtsspielen.
Im Rahmen des Vorverkaufs wurden bis Montagvormittag bereits fast 250 Tickets abgesetzt. Die Todesfelderinnen hoffen daher zurecht auf ein ausverkauftes Haus in der maximal 550 Zuschauer fassenden Sporthalle in Bad Schwartau. Tickets für das Heimspiel des SVT sind im Onlineshop bei https://tixano.de/sv-todesfelde-von-1928-e-v erhältlich – es wird jedoch auch eine Tageskasse geben. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, das Auftaktmatch live bei sporteurope.tv zu verfolgen, wo das Spiel übertragen und kommentiert wird.
Die neue Saison kann also kommen – der SV Todesfelde ist bereit für das Abenteuer 2. Alsco HBF und gewillt, seine Geschichte weiterzuschreiben.



