Autor: Fenja Kahl

Historischer Auftakt in Bad Schwartau: SV Todesfelde startet in das Abenteuer 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen!

Historischer Auftakt in Bad Schwartau: SV Todesfelde startet in das Abenteuer 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen!

Aufsteiger startet gegen den VfL Waiblingen

Es ist der Moment, auf den ein ganzer Verein seit Monaten hinfiebert: Am kommenden Samstag ist es endlich soweit. Der SV Todesfelde betritt zum allerersten Mal die Bühne der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen (HBF). Zum Auftakt empfängt der Aufsteiger mit dem VfL Waiblingen einen langjährigen und erfahrenen Zweitligisten und läutet damit den Start einer aufregenden neuen Saison ein. Anpfiff in der Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau ist um 19:00 Uhr und sobald dieser ertönt, dürfte ein Großteil der Anwesenden feuchte Augen bekommen. Es wird der vorläufige Höhepunkt einer Geschichte, die vor nicht einmal 8 Monaten völlig undenkbar gewesen wäre. Die Handballerinnen vom Dorf treten erstmals in der Vereinsgeschichte auf der bundesweiten Handballbühne an. Ein Märchen, das längst schon keines mehr ist, beginnt.

SVT nach intensiver Vorbereitung gut gerüstet für den Saisonstart

Die Vorfreude im gesamten Verein, aber vor allem bei den Verantwortlichen und der Mannschaft, steigt von Tag zu Tag. Nach einer langen Vorbereitung, geprägt von einem intensiven Kennenlernen, Teambuilding, neuen Ideen und Systemen, fordernden Trainingseinheiten sowie den ersten Standortbestimmungen bei Testspielen und Turnieren, beginnt für die Mannschaft nun ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte. Das Team von Trainer Henning Ammen wird dabei als Außenseiter in das erste Saisonspiel gehen. Doch genau diese Rolle möchte die Mannschaft mit Mut und Selbstvertrauen annehmen. Mit dem VfL Waiblingen wartet zum Auftakt ein Gegner mit großer Tradition. 

Die „Tigers“ aus Baden-Württemberg beendeten die vergangene Zweitligasaison auf Rang zehn und sicherten sich mit 26:34 Punkten souverän den Klassenerhalt. Für den SVT ist das Spiel damit auch eine echte Standortbestimmung. Dabei geht es nicht nur um die ersten Punkte der neuen Spielzeit, sondern auch darum, von Beginn an zu zeigen, dass man sich den Platz in der zweithöchsten Spielklasse verdient hat. Personell kann der SVT auf einen fast vollständigen Kader zurückgreifen. Eine bittere Ausnahme gibt es jedoch: Lena-Marie Müller hat sich kurz vor dem Saisonstart eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird dem SVT lange fehlen. Zurück im Kader hingegen ist Marie Grabowski, die nach neunmonatiger Verletzungspause pünktlich zum größten Spiel der Vereinsgeschichte wieder einsatzbereit ist und beim Turniersieg im Rahmen des 4. RAIBA Leezen Handball-Masters wieder auf der Platte stand. Der Kaderumbruch des SV Todesfelde war groß. Dennoch war von Beginn an klar, dass die Identität des Vereins erhalten bleiben soll. Mit Finja Harms, Lara Röhrig, Stine Petersen und Sophia Ravn Bach sind Spielerinnen mit hochklassiger Erfahrung dazugestoßen. Gleichzeitig wurde die Verjüngung des Kaders konsequent vorangetrieben. Mit Line Ruge, Jule Steingräber, Mia Friedrichs, Carolin Rose, Lilly Ciudad Benitez, Adriana Windemuth und Helene Stübinger setzt der SVT ebenso auf junge und hervorragend ausgebildete Spielerinnen. Die Mischung aus Erfahrung, jungen Talenten und Spielerinnen, die bereits viele Jahre Teil der „Tofe-Familie“ sind, soll zu einem wichtigen Fundament für die Premierensaison werden.

Die Bilanz der Testspielergebnisse in der Vorbereitung liest sich relativ ausgeglichen. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen den dänischen Zweitligisten Fredericia HK im Trainingslager in Skaerbaek (DK), wo man phasenweise auch deutlich führte, folgte der 2. Platz beim Hoyer-Cup in Elmshorn, wo man dem Ligakonkurrenten aus Buchholz-Rosengarten knapp den Vorrang lassen musste. Anschließend folgte ein Sieg gegen den letztjährigen Vizemeister der 3. Liga Nord aus Schwerin, welchen man auch zuletzt beim vereinseigenen Turnier knapp schlagen konnte.

Fast 50 ehrenamtliche Helfer/innen engagieren sich an den Heimspieltagen

Die Mannschaft weiß, dass die kommenden Monate anspruchsvoll werden. Aber sie weiß auch, wo sie als Meister der 3. Liga Nord herkommt. Trotz der Außenseiterrolle geht der SVT mit viel Selbstvertrauen in die neue Spielzeit. Die Mannschaft möchte sich von Beginn an mutig präsentieren, sich auf seine Stärken besinnen, füreinander kämpfen und bundesweit zeigen, was den SV Todesfelde seit vielen Jahren auszeichnet: Zusammenhalt. Leidenschaft. Ein positiv verrücktes Dorf. Und ein großes Kämpferherz.

Denn der Aufstieg ist nicht nur der Erfolg einer einzelnen Mannschaft. Es ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit, unzähliger ehrenamtlicher Stunden und einer Gemeinschaft, die den SV Todesfelde zu dem gemacht hat, was er heute ist. Der Verein lebt nicht nur von den Spielerinnen auf der Platte. Hinter der Mannschaft steht ein großes ehrenamtliches Netzwerk, das in den vergangenen Monaten gemeinsam dafür gesorgt hat, dass aus dem Dorfverein ein Bundesligist werden konnte.

In den vergangenen Monaten seit der Lizenzerteilung gab es für die SVT-Verantwortlichen keine ruhige Minute. Vorschriften, Bestimmungen und Richtlinien dominierten den Alltag. Alles musste für den Saisonstart vorbereitet werden und man merkte schnell, dass die 2. Alsco HBF eine andere Welt ist, als die 3. Liga Nord. Gemeinsam mit fast 50 ehrenamtlichen Helfern bildete man bereits im April verschiedene Arbeitskreise, welche sich daraufhin einmal monatlich in großer Runde in Todesfelde trafen. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der vergangenen Woche gaben alle Arbeitskreise grünes Licht: Aufgaben erledigt, die Saison kann losgehen! Der Verein ist auf diese ausnahmslos ehrenamtliche Unterstützung besonders stolz und sieht sich auch außerhalb des Spielfeldes bestens vorbereitet.

Hoffen auf „ausverkauftes Haus“ in Blau & Gelb

Der Aufstieg in die 2. Alsco HBF hat in Todesfelde für große Euphorie gesorgt. Nun soll genau diese Begeisterung mit in die Ludwig-Jahn-Halle getragen werden. Die Mannschaft hofft bei diesem ganz besonderen Spiel auf eine volle, laute und beeindruckende Kulisse, viele Gänsehautmomente und die gewohnt leidenschaftliche Unterstützung der Tofe-Fans. Auch wenn der Umzug nach Bad Schwartau nicht allen ganz leichtfällt, ist er auch eine große Chance, den Frauenhandball überregional sichtbarer zu machen. Auch deshalb soll der erste Spieltag mehr sein als nur ein Handballspiel. Er soll der Beginn von etwas Neuem sein. Wenn am Samstag um 19:00 Uhr der Anpfiff ertönt, beginnt der erste Schritt in ein neues Kapitel.

Der Anhang des SV Todesfelde sorgt regelmäßig für Gänsehautstimmung bei Heim- und Auswärtsspielen.

Im Rahmen des Vorverkaufs wurden bis Montagvormittag bereits fast 250 Tickets abgesetzt. Die Todesfelderinnen hoffen daher zurecht auf ein ausverkauftes Haus in der maximal 550 Zuschauer fassenden Sporthalle in Bad Schwartau. Tickets für das Heimspiel des SVT sind im Onlineshop bei https://tixano.de/sv-todesfelde-von-1928-e-v erhältlich – es wird jedoch auch eine Tageskasse geben. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, das Auftaktmatch live bei sporteurope.tv zu verfolgen, wo das Spiel übertragen und kommentiert wird.

Die neue Saison kann also kommen – der SV Todesfelde ist bereit für das Abenteuer 2. Alsco HBF und gewillt, seine Geschichte weiterzuschreiben.

Redaktion:

Der Handball im SV Todesfelde erlebt seit einigen Monaten einen regelrechten Aufschwung. Lieber Henning, herzlich Willkommen zum großen Sommerinter­view. Wie geht es dir nach deinem Urlaub und wie hast du die letzten Monate wahrgenommen?

Henning:

Vielen Dank! Der Urlaub war richtig erholsam. Zwei Wochen Ägypten mit rund 40 Grad, viel Sonne und einfach mal abschalten – das hat gutgetan. Ganz ohne Handball ging es aber trotzdem nicht. Eigentlich habe ich fast jeden Tag irgendetwas für die neue Saison gemacht: Trainingspläne erstellt, die Saison vorbereitet, Abläufe organisiert oder mir Gedanken über unsere Weiterentwicklung gemacht. Das gehört einfach dazu und macht mir auch Spaß.

Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, dann war das schon eine besondere Zeit. Der Aufstieg in die 2. Alsco HBF, die vielen positiven Entwicklungen im Verein und das große Interesse rund um den Handball in Todesfelde – das ist etwas, worauf wir alle gemeinsam stolz sein können. Gleichzeitig wis­sen wir aber auch, dass jetzt eine neue Herausforderung auf uns wartet. Die Vorfreude ist riesig, die Motivation ist hoch und ich habe einfach richtig Bock, dass es endlich losgeht.

Redaktion:

Vor einem Jahr wurde dem SVT durchaus zugetraut, als Aufsteiger aus der Regionalliga eine ganz gute Rolle in der 3. Liga Nord spielen zu können. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte sich die Mann­schaft intern auch das Ziel auferlegt, unter die Top 5 zu kommen. Hast du diese Zielsetzung damals als zu ambitioniert wahrgenommen oder war dir da bereits bewusst, dass die Mannschaft so souverän durch die Liga fegen wird?

Henning:

Ehrlicherweise habe ich dieses Ziel damals nicht als zu ambitioniert empfunden. Ich wusste, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt und war überzeugt, dass wir eine sehr gute Rolle in der 3. Liga spielen können. Dass wir am Ende so souverän durch die Saison gehen würden, konnte natürlich nie­mand mit Sicherheit vorhersagen, aber ich habe der Mannschaft sehr viel zugetraut. Entscheidend war, dass wir über weite Strecken der Saison konstant auf einem hohen Niveau gespielt haben. Dazu kam, dass wir lange Zeit von größeren Verletzungen verschont geblieben sind. Die Ausfälle kamen eigentlich erst in der zweiten Saisonhälfte. Trotzdem hat die Mannschaft immer wieder Lösungen gefunden. Ein gutes Beispiel war das Auswärtsspiel in Schwerin, als wir ohne etatmäßige Rückraum-Mitte antreten mussten und extrem improvisieren mussten. Oder junge Spielerinnen wie Helene, die wir zum Saison­ende hervorragend integriert haben und die direkt ihren Beitrag geleistet haben. Auch eine Line Ruge, die beispielsweise mit ihren Toren gegen den TSV Altenholz ein ganz wichtiges Spiel mitentschieden hat, steht stellvertretend für den starken Teamgeist und die Breite unseres Kaders.

Bemerkenswert war vor allem, wie konstant wir Woche für Woche unsere Leistung abgerufen haben. Dass wir den Titel bereits fünf Spieltage vor Saison­ende perfekt gemacht haben, spricht für die Qualität und die Mentalität dieser Mannschaft. Im Trainingslager habe ich den Vergleich zu Otto Rehhagel gezo­gen, der mit dem 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger aus der 2. Bundesliga direkt Deutscher Meister geworden ist. Natürlich sind die Dimensionen nicht vergleichbar, aber die Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn eine Mannschaft als echte Einheit auftritt, großes Vertrauen ineinander hat und konsequent ihren Weg geht. Genau dieses Gefühl hat uns in der vergangenen Saison ausge­zeichnet.

Redaktion:

Dirk, auch du warst damals im Trainingslager in Dänemark dabei, als die Mannschaft sich dieses große Ziel gesetzt hat. Du warst damals überrascht und durchaus skeptisch, ob die Mannschaft sich damit nicht selbst viel zu sehr unter Druck setzen würde. Wie blickst du persönlich rückblickend auf die Ziel­setzung des Teams und hat dich die unglaubliche Konstanz der Mannschaft überrascht?

Dirk:

Am Anfang war ich schon skeptisch. Ich habe mich gefragt, ob sich die Mannschaft mit diesem klaren Ziel nicht zu viel Druck macht. Zu Beginn der Saison haben wir 2-3 Spiele mit jeweils 1 Tor gewonnen. Das gab enorm viel Selbstvertrauen und im Laufe der Saison hat das Team bewiesen, dass es genau den richtigen Ehrgeiz hatte. Besonders die Konstanz hat mich beeindruckt, über so viele Monate auf diesem Niveau zu spielen. Deshalb war die Zielsetzung im Nachhinein genau die Richtige.

Redaktion:

Auch in diesem Jahr findet das Trainingslager wieder an gleicher Stelle statt. Was denkt ihr, welches Saisonziel sich die Mannschaft diesmal stecken wird bzw. was sind eure persönlichen Saisonziele?

Henning:

Ich glaube, das Ziel der Mannschaft wird klar sein: Wir wollen uns in der 2. Bundesliga etablieren und die Liga halten. Für mich persönlich gibt es den Begriff „Klassenerhalt“ dabei eigentlich gar nicht. Ich spreche lieber davon, dass wir uns in dieser Liga behaupten und auch in der kommenden Saison noch Teil der 2. Bundesliga sind. Uns ist allen bewusst, dass wir als Aufsteiger vor einer großen Heraus­forderung stehen. Deshalb wird es zunächst darum gehen, in der Liga anzukommen, Erfahrungen zu sammeln und uns Schritt für Schritt an das höhere Niveau zu gewöhnen. Gleichzeitig fahren wir nicht in irgendein Spiel, um nur dabei zu sein. Wir wollen mutig auftreten, unsere Identität auf die Platte brin­gen und in jedem Spiel um zwei Punkte kämpfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Mannschaft sich genau dieses Ziel auch im Trainingslager selbst setzen wird. Entscheidend wird sein, dass wir als Team zusammenwachsen, uns kontinuierlich weiterentwickeln und uns in der 2. Bundesliga fest etablieren. Das sollte unser gemeinsamer Anspruch sein.

Florian:

Für die Mannschaft und den gesamten Verein kann es in der ersten Saison in der 2. Alsco HBF nur ein Ziel geben und das lautet: Klassenerhalt! Alles ande­re wäre aus meiner Sicht völlig utopisch. Wir wollen einen guten Start hinlegen und möglichst schnell viele Punkte holen. Darüber hinaus werden wir die nächsten Monate weiter intensiv daran arbeiten, die Strukturen noch weiter zu professionalisieren, damit wir auch langfristig eine realistische Chance haben, in der 2. Alsco HBF zu spielen.

Dirk:

Ich denke, die Mannschaft wird sich wieder ein klares Ziel setzen. Welches genau, wird sie gemeinsam mit uns im Trainingslager festlegen. Wichtig ist, dass alle dahinterstehen und konsequent daran arbei­ten. Mein persönliches Ziel ist, dass wir uns als Team schnellstmöglich an die 2. Alsco HBF gewöhnen und gesund durch die Saison kommen. Wenn wir unsere Leistung konstant abrufen, ist vieles möglich. Aber ganz klar: Zielsetzung Klassenerhalt!

Tim:

Ich bin überzeugt, dass sich die Mannschaft ein realistisches Ziel setzen wird. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass wir diese Herausforderung mit Respekt und der notwendigen Demut angehen. Die 2. Alsco HBF ist für uns alle Neuland und stellt hohe Anforderungen. Dennoch bin ich von der Qualität unseres Teams überzeugt. Wenn wir täglich konzentriert arbeiten, geschlossen auftreten und unsere Entwicklung konsequent vorantreiben, bin ich zuversichtlich, dass wir unser großes Ziel – den Klassen­erhalt – erreichen werden.

Redaktion:

Ihr habt gemeinsam mit der Mannschaft in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt, nicht nur sport­lich, sondern auch hinter den Kulissen. Euch ist es gelungen, das Unmögliche möglich zu machen, und aus dem kleinen Dorfklub eine Bundesligamannschaft zu formen. Wann war der Moment, als ihr wusstet, es kann wirklich klappen?

Florian:

Die letzten Monate waren und sind nach wie vor kaum in Worte zu fassen. Noch heute muss ich mich wirklich manchmal in den Arm kneifen, um zu realisieren, was wir hier in dieser kurzen Zeit gemeinsam geschaffen haben. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich von den Lübecker Nachrichten (LN) Anfang des Jahres gefragt wurde, wie hoch ich die Chancen einschätzen würde, einen Aufstieg in die 2. Alsco HBF realisieren zu können. Ich habe die Wahrscheinlichkeit damals wohlwollend auf 5% geschätzt, denn wirklich niemand im und um den SV Todesfelde konnte sich vorstellen, was in den nachfolgenden Monaten passieren sollte. Als nahezu alle unsere Sponsoren ihr Engagement fast verdoppelt hatten und der Spendenlauf Anfang Februar ein voller Erfolg war, kam bei mir erstmals wirklich richtige

Hoffnung auf, dass es mit dem Aufstieg tatsächlich klappen könnte. Als dann vorzeitig Ende Februar der magische Betrag von 150.000 EUR geknackt war, kannte die Freude natürlich keine Grenzen.

Henning:

Der entscheidende Moment war für mich das erste Januarwochenende. Als wir die Mannschaft gefragt haben, ob sie diesen Weg gemeinsam mit uns gehen möchte, und wir uns anschließend bewusst für das Projekt 2. HBF entschieden haben, war ich überzeugt, dass wir es schaffen können. Natürlich war das Ziel, rund 150.000 Euro auf die Beine zu stellen, extrem ambitioniert. Aber ich habe damals schon gesagt: Wenn es jemand schaffen kann, dann der SV Todesfelde. Dieser Verein hat eine besondere Mentalität und einen außergewöhnlichen Zusammenhalt. Dass am Ende alles so funktioniert hat, ist alles andere als selbst­verständlich. Deshalb kann ich auch heute nur Danke sagen – an unsere Sponsoren, unsere zahlrei­chen Helferinnen und Helfer, die sportliche Leitung, das gesamte Umfeld und natürlich an die Mann­schaft. Alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Besonders beeindruckend ist für mich, wie viel Unterstützung wir auch heute noch erfahren. Die Wertschätzung, die Begeisterung und der Rückhalt, den wir aus der Region bekommen, sind einfach außergewöhn­lich. Das macht mich stolz und motiviert mich, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. Ich glaube, dass noch viele Menschen Freude an dieser Entwicklung haben werden.

Redaktion:

Das Medieninteresse war insbesondere Anfang des Jahres gigantisch. TV- und Radiosender berichte­ten beinahe täglich, selbst die BILD-Zeitung wurde auf den SVT aufmerksam. Wie seid ihr hiermit um­gegangen und wie hat sich der Handball im SV Todesfelde innerhalb kürzester Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht verändert?

Tim:

Die Mediale Aufmerksamkeit hat uns ehrlich gesagt überwältigt. Es war eine sehr emotionale Zeit, weil wir innerhalb weniger Wochen plötzlich weit über die Handballszene hinaus in aller Munde waren. Wenn Fernsehsender , Radiosender, Internetplattformen oder sogar die Bild-Zeitung über uns berich­ten, ist das etwas, womit man als ehrenamtlich geführter Verein erst einmal umgehen lernen muss -zusätzlich zu den ohnehin schon zahlreichen organisatorischen Aufgaben, die der Aufstieg mit sich bringt. Gleichzeitig hat diese enorme Präsenz auch viele positive Effekte mit sich gebracht. Insbesonde­re in der Sponsorensuche hat uns die öffentliche Aufmerksamkeit enorm geholfen. So haben wir die Chance, den Verein auch nachhaltig weiterzuentwickeln und die Strukturen der 2. Liga anzupassen.

Florian:

Die öffentliche Wahrnehmung des Handballs im SV Todesfelde hat sich innerhalb kürzester Zeit sehr verändert. Wurde der SVT in den letzten Jahren häufig als reiner Fußballverein wahrgenommen, kennen nun viel mehr Menschen auch den Handballsport im Verein, und das wirklich auch deutschlandweit. Im Rahmen unserer Next Step-Offensive haben wir Geldspenden aus der gesamten Republik erhalten. Natürlich zeigt sich die Entwicklung auch bei der Sponsorenentwicklung. Der Handball im SVT ist rich­tig „sexy“ und attraktiv geworden, was viele Unternehmen anspricht. Wir haben uns diese Entwicklung aus eigener Kraft erarbeitet, daher ist es umso schöner, dass nun auch die Aufmerksamkeit entspre­chend vorhanden ist.

Redaktion:

Ihr seid einer der ganz wenigen Vereine, der im Profibereich weiterhin nur durch Ehrenamtler geführt wird. Viele fragen sich, wie das funktionieren kann und ob kurz- bis mittelfristig die Etablierung von neuen Strukturen notwendig sein wird. Wie blickt ihr in die nähere Zukunft und seht ihr den Verein und das Umfeld für dauerhaften Profihandball entsprechend aufgestellt?

Dirk:

Dass wir im Profibereich nahezu ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, ist tatsächlich etwas Beson­deres. Darauf sind wir auch ein Stück stolz. Das funktioniert nur, weil viele Menschen mit unglaublich viel Leidenschaft, Herzblut und Zeit den Verein unterstützen. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass die Anforderungen und Auflagen der HBF im Profihandball kontinuierlich steigen. Deshalb müssen wir unsere Strukturen Schritt für Schritt weiterentwickeln. Schließlich sind wir immer noch der Verein aus dem kleinen Dorf Todesfelde. Unser Ziel ist es, den Verein nachhaltig aufzustellen. Mit gesundem Wachstum, verlässlichen Partnern und einem starken Zusammenhalt. Wir wollen uns somit nicht nur sportlich in der 2. Bundesliga etablieren.

Tim:

Wir sind uns bewusst, dass der Weg zu dauerhaft professionellen Strukturen noch ein weiter ist.Der Aufstieg in die 2. Alsco HBF hat viele neue Anforderungen mit sich gebracht, die wir als ehren­amtlich geführter Verein Schritt für Schritt bewältigen müssen. Gleichzeitig sehen wir darin eine große Chance für die Weiterentwicklung des Gesamtvereins. Mit unserem Team in der sportlichen Leitung, dem starken Rückhalt vieler Ehrenamtler sowie der Unterstützung unserer Partner und Sponsoren werden wir die notwendigen Strukturen kontinuierlich ausbauen.

Redaktion:

Eure Heimspiele können aufgrund der Gegebenheiten in Todesfelde leider nicht im Heimatdorf stattfin­den. Stattdessen zieht ihr für diese Spiele nach Lübeck, Ellerbek und Bad Schwartau um. Welche Gedanken und Visionen beschäftigen euch, damit irgendwann vielleicht doch einmal Bundesligahand­ball direkt in Todesfelde stattfinden kann?

Florian:

Wir sind einerseits natürlich traurig, nicht in Todesfelde spielen zu können. Andererseits ergeben sich dadurch auch ganz neue Möglichkeiten und wir sind froh, unsere Heimspiele in den drei Hallen austra­gen zu dürfen. Mein persönlicher Traum bleibt Bundesligahandball direkt in Todesfelde. Inwiefern das in der Zukunft vielleicht möglich ist, liegt jedoch nicht in unserer Hand, weshalb ich trotz durchaus vor­handener Gedanken und Visionen realistisch gesehen eher Zweifel an der Umsetzbarkeit habe.

Redaktion:

Im Sommer gab es einen größeren Umbruch im Kader, echte Urgesteine haben den Verein verlassen. Habt ihr diesen Cut kommen sehen oder kamen einige Abgänge auch überraschend?

Tim:

Der personelle Umbruch kam für uns nicht völlig überraschend. Deshalb haben wir bereits frühzeitig während der vergangenen Saison die Weichen für die Zukunft gestellt, um der Mannschaft das klare Signal zu geben, dass wir den nächsten Entwicklungsschritt ge­meinsam gehen wollen und unseren Kader weiter stärken. Trotzdem sind die Abgänge unserer Urge­steine alles andere als selbstverständlich. Spielerinnen, die den Verein über viele Jahre geprägt, Verant­wortung übernommen und maßgeblich zu unseren Erfolgen beigetragen haben, hinterlassen sportlich wie menschlich eine große Lücke. Für Ihren Einsatz, ihre Loyalität und Identifikation mit dem SVT sind wir von Herzen dankbar. Natürlich hätten wir diese Persönlichkeiten gerne weiterhin in unseren Reihen gehabt.

Redaktion:

Der Kader wurde auf einen Schlag extrem verjüngt, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 22 Jahren. Was traut ihr den überwiegend jungen Neuzugängen zu und welche Rolle werden die erfahrenen Kräfte um Lara Röhrig, Franzi Haupt oder Vicky Nigbur einnehmen?

Henning:

Wir haben eine junge, hungrige und mutige Mannschaft zusammengestellt. Darauf freuen ich mich sehr. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass wir viele der größten Talente aus der Region in unse­rem Kader haben. Gerade Spielerinnen, die in der Talentschmiede des VfL Bad Schwartau hervorragend ausgebildet wurden, bringen eine starke Basis mit und haben enormes Entwicklungspotenzial. Natür­lich werden unsere erfahrenen Spielerinnen wie Lara Röhrig, Franzi Haupt und Vicky Nigbur eine ganz wichtige Rolle einnehmen. Sie sollen Verantwortung übernehmen, auf und neben dem Feld vorange­hen und die jungen Spielerinnen mit ihrer Erfahrung unterstützen. Gerade in einer so anspruchsvollen Liga ist das unglaublich wertvoll. Gleichzeitig besteht unsere Erfahrung aber nicht nur aus diesen drei Spielerinnen. Mit Lina Asmussen haben wir eine Spielerin im Kader, die bereits Zweitliga-Erfahrung mit Heide gesammelt hat. Stine Petersen kennt die 2. Bundesliga ebenfalls bereits aus ihrer Zeit in Rosen­garten. Finja Harms bringt trotz ihres jungen Alters ebenfalls schon viel Erfahrung und eine hohe Spiel­intelligenz aus der 2. Liga mit. Und mit Rieka Thal haben wir eine Spielerin, die unserem Tempospiel noch einmal zusätzliche Qualität verleiht.

Insgesamt haben wir eine Mannschaft mit viel Dynamik, großer Lernbereitschaft und gleichzeitig genü­gend Erfahrung, um die jungen Spielerinnen zu führen. Diese Mischung stimmt mich sehr optimistisch. Jetzt gilt es, als Team zusammenzuwachsen und unser Potenzial Woche für Woche auf die Platte zu bringen.

Redaktion:

Wie zu hören ist, herrscht aktuell die höchste Beteiligung im Training seit deinem Amtsantritt im November 2023. Ist der Konkurrenzkampf um die Startplätze quasi spürbar?

Henning:

Ja, das stimmt tatsächlich. Wir haben aktuell die höchste Trainingsbeteiligung seit meinem Amtsantritt im November 2023. Das freut mich riesig, denn eine hohe Trainingsqualität beginnt mit einer hohen Trainingspräsenz. Natürlich ist der Konkurrenzkampf um die Plätze spürbar. Jede Spielerin gibt im Training Vollgas, jede bringt ihre eigenen Qualitäten mit und möchte sich für Einsatzzeiten empfehlen. Auf einigen Positionen ist der Konkurrenzkampf sicherlich noch etwas größer als auf anderen. Aber genau das macht uns als Mannschaft stärker, weil sich jede Einzelne jeden Tag weiterentwickeln muss. Am Ende werden die Spielerinnen auf dem Feld stehen, die sich ihre Einsätze im Training verdient haben und die in der jeweiligen Situation der Mannschaft am meisten helfen können. Leistung entscheidet – und das wissen alle. Besonders freut mich auch, dass selbst unsere verletzten Spielerinnen bei jeder Trainingseinheit dabei sind. Sie arbeiten gemeinsam mit unserem Physio-Team intensiv an ihrem Comeback und sind trotzdem ein wichtiger Teil der Mann­schaft. Dieses Miteinander und der Zusammenhalt innerhalb des Teams sind aktuell wirklich außerge­wöhnlich.

Redaktion:

In den letzten beiden Jahren zog der SVT wie ein Zug ohne Bremse durch die Regionalliga und 3. Liga Nord. Todesfelde wird seitdem stets mit einem rasanten Tempohandball in einem Atemzug genannt. Wird dies auch in der 2. Alsco HBF der Schlüssel zum Erfolg sein oder wird es hier auf andere Aspekte ankommen?

Henning:

Unser Tempospiel ist und bleibt unsere DNA. Das ist die Spielidee, die ich in den vergangenen Jahren entwickelt habe und die die Mannschaft verinnerlicht hat. Es ist inzwischen so etwas wie unser Mar­kenzeichen geworden – unser Signature Skill. Daran werden wir auch in der 2. Alsco HBF festhalten. Allerdings wissen wir auch, dass die Gegner in der Bundesliga deutlich besser und vor allem schneller im Rückzugsverhalten sind. Deshalb werden wir nicht jedes Spiel ausschließlich über das Tempospiel entscheiden können. Genau deshalb werden wir unser Angriffsspiel weiterentwickeln. Wir wollen va­riabler werden, mit unterschiedlichen Auslösehandlungen arbeiten, verschiedene personelle Konstella­tionen nutzen – mal mit zwei Kreisläuferinnen, mal mit vier Rückraumspielerinnen oder auch mit der siebten Feldspielerin. Unser Ziel ist es, für jeden Gegner die passende Lösung zu finden und uns best­möglich auf jedes Spiel vorzubereiten. Eines wird sich aber nicht ändern: Wir wollen mutigen, attrakti­ven und schnellen Handball spielen. Das ist unsere Identität – und deshalb wird es natürlich auch wei­terhin unseren legendären Tempo-Dienstag geben.

Redaktion:

In ziemlich genau 4 Wochen geht es los. Der SV Todesfelde startet in seine erste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte und empfängt mit dem VfL Waiblingen einen echten Traditionsverein. Wie groß ist die Vorfreude und was für ein Spiel erwartet ihr?

Tim:

Die Vorfreude ist riesig. Wir fiebern diesem Tag seit Monaten entgegen und möchten uns gemeinsam für die viele Arbeit belohnen, die hinter diesem historischen Aufstieg und den Vorbereitungen auf die 2. Alsco HBF steckt. Wir hoffen auf ein volles Haus und eine fantastische Atmosphäre. Wir sind über­zeugt, dass uns unsere leidenschaftlichen Fans aus Todesfelde und Lübeck lautstark unterstützen wer­den und das erste Zweitligaspiel zu einem echten Handballfest machen. Sportlich erwartet uns mit dem VfL Waiblingen ein starker Gegner – genau die Art von Herausforderung, auf die wir uns freuen.

Redaktion:

Die Heimspiele sind mit erheblichen Anforderungen und Bedingungen verbunden. Welche Vorgaben haben euch vor Herausforderungen gestellt und wie wollt ihr diesen Aufwand, insbesondere im perso­nellen Bereich, bewerkstelligen?

Florian:

Wir befinden uns seit Mai bereits in den Planungen und Vorbereitungen für unsere Heimspiele. Der Aufwand ist natürlich extrem, nicht nur wegen dem Umzug aus Todesfelde nach Lübeck, Ellerbek oder Bad Schwartau, wo wir Lösungen für fast 100 Werbebanden brauchten und diese mit LED-Banden und XXL-Bannern auch gefunden haben. Die größten Herausforderungen ergeben sich durch die sehr umfangreichen Durchführungsbestimmungen der HBF. Wir haben sämtliche Unterlagen gemeinsam mit etwa 40 Helfer/innen in den letzten Wochen und Monaten durchgearbeitet und verschiedene „Arbeitskreise“ gebildet, die entsprechende Zuständigkeiten haben, beispielsweise beim Auf- und Abbau. Personell würden uns sicherlich noch ein paar Helfer/innen guttun, ich sehe uns aber wirklich sehr gut aufgestellt für die anstehende Saison. Es ist und war ein weiterer enormer Kraftakt, aber auch hier hat sich wieder gezeigt, dass der Zusammenhalt, das Ehrenamt und der gemeinsame Wille am Ende zum Ziel führt bei uns in Todesfelde.

Redaktion:

Am 14. März kamen mit 1.055 Zuschauern in der Hansehalle so viele Zuschauer zu einem Ligaspiel wie nie zuvor. In der Ludwig-Jahn-Halle Bad Schwartau sind die Kapazitäten mit ca. 550 Zuschauern begrenzt. Geht ihr zum Auftakt von einer ausverkauften Halle aus und glaubt ihr, dass im Laufe der Saison der Zuschauerrekord in der Hansehalle nochmals überboten werden kann?

Tim:

Ich glaube, dass wir als Gastverein in der Jahn-Halle genau richtig sind. Die Halle bietet zwar weniger Kapazität als die Hansehalle, dafür kann dort eine ganz besondere Atmosphäre entstehen. Wenn es uns gelingt, unsere Zuschauer mitzunehmen, kann die Jahn-Halle zu einem echten Hexenkesselwerden – und genau das kann in engen Spielen ein entscheidender Faktorsein. Ob wir den Zuschauerrekord aus der Hansehalle noch einmal übertref­fen werden, kann heute niemand sagen. Unser Ziel ist vielmehr, jeden Fan mit unserer Leidenschaft und unserem Einsatz zu begeistern. Wir wollen für jeden Zuschauer kämpfen und alles dafür geben, dass die Menschen gerne wiederkommen und sich mit dem SVT identifizieren.

Henning:

Es wäre natürlich ein Traum, gleich zum Saisonauftakt vor einer ausverkauften Ludwig-Jahn-Halle zu spielen. Ich weiß aber auch, dass zeitgleich viele Mannschaften und Fans beim Sauerland-Cup unter­wegs sind und deshalb vielleicht nicht dabei sein können. Trotzdem hoffe ich auf eine tolle und volle Kulisse. Ich kann jedem nur empfehlen, sich ein Spiel der SV Todesfelde-Damen anzuschauen. Wir ste­hen für einen schnellen, mutigen und attraktiven Handball mit viel Tempo, Dynamik und Leidenschaft. Das macht Spaß – nicht nur der Mannschaft auf dem Feld, sondern auch den Zuschauern auf der Tribüne. Und warum sollten wir nicht auch den Zuschauerrekord in der Hansehalle noch einmal über­treffen? Ich halte das durchaus für möglich. Vielleicht gelingt es uns sogar, die Halle einmal komplett zu füllen – beispielsweise mit einem attraktiven Doppelspieltag gemeinsam mit dem MTV Lübeck oder dem VfL Lübeck-Schwartau. Die Begeisterung rund um den Handball in Todesfelde ist in den vergan­genen Jahren enorm gewachsen. Wenn wir diese Entwicklung fortsetzen und die Menschen mit unse­rer Art Handball begeistern, dann können wir gemeinsam noch viele besondere Momente erleben. Wir würden uns über jeden freuen, der Teil dieser Reise wird.

Redaktion:

Der Spielplan bringt für den SVT gleich zum Saisonstart drei weite Aus­wärtsreisen nach Nürtingen, Mainz und Regensburg mit sich. Manche Reisen werden mit der Bahn inklusive Übernachtung im Hotel angetreten. Ist diese Umstellung eher belastend oder freut man sich darauf, an den Wochenenden auch mal etwas mehr Zeit miteinander zu verbringen?

Henning:

Ganz ehrlich: Genau darauf freuen wir uns. Das ist schließlich Bundesliga. Zu dieser Liga gehören auch lange Auswärtsfahrten, Hotelübernachtungen und gemeinsame Reisen. Das sind Erlebnisse, die eine Mannschaft noch enger zusammenschweißen und auf die wir alle richtig Lust haben. Ich sehe das überhaupt nicht als Belastung. Im Gegenteil: Solche Wochenenden bieten die Möglichkeit, noch mehr Zeit miteinander zu verbringen und als Team weiter zusammenzuwachsen. Das ist gerade für eine neu zusammengestellte Mannschaft ein großer Vorteil. Dass wir gleich zu Saisonbeginn mehrere weite Auswärtsreisen haben, finde ich sogar ganz gut. So sind wir noch nicht mitten im Winter unterwegs, wenn Schnee oder schwierige Straßenverhältnisse eine zusätzliche Herausforderung darstellen könn­ten. Ich glaube, die Vorfreude ist bei allen riesig. Wir haben uns diese Liga gemeinsam erarbeitet – und jetzt wollen wir alles genießen, was dazugehört. Dazu zählen eben auch die Auswärtsfahrten und die besonderen Momente, die man als Mannschaft gemeinsam erlebt.

Redaktion:

Die Fans des SVT waren in den letzten Jahren ebenfalls mehr als herausragend. Kein Gegner mobilisierte so viele Fans zu Auswärtsspielen. Hofft ihr, dass die Anhänger auch bei den weiten Reisen ein entscheidender Faktor werden können?

Florian:

Unsere Fanszene hat sich in den letzten Jahren außerordentlich entwickelt. Noch vor ca. 4 Jahren gab es überhaupt keine richtige Fankultur. Inzwischen gehören unzählige Fahnen, Banner, unsere tollen Trommler und diverse Krachmacher genauso dazu wie das standardmäßige Fantrikot, was nahezu jeder Fan besitzt. Die Auswärtsspiele waren in den letzten beiden Jahren eigentlich regelmäßig Heim­spiele, was sicherlich auch zum großen Erfolg beigetragen hat. Da ich unsere Fanszene betreue, habe ich durchaus bereits mitbekommen, dass einige Personen schon Bahnfahrten und Hotels gebucht haben. Ich gehe also fest davon aus, dass die Auswärtsspiele wieder von mehreren Blau-Gelben Anhängern direkt vor Ort begleitet werden. Insbesondere die Spiele in den größeren Städten sind für uns „Dorfkinder“ ja etwas ganz Besonderes. Der große Vorteil: Todesfelde kennt niemand, unsere Gegner bzw. die Orte, wo wir spielen, sind durchaus allen bekannt. Interessierte Fans können sich für Fanbusfahrten ganz bequem online in unserem Ticketshop anmel­den. Für Bahnfahrten und Hotelbuchungen stehen wir gerne unterstützend zur Verfügung.

Redaktion:

Welche Favoriten habt ihr in dieser Saison auf dem Zettel, wenn es um die Meisterschaft in der 2. Alsco HBF geht?

Henning:

Wenn ich auf die Saison schaue, sehe ich aktuell drei Mannschaften ganz vorne:

die Füchse Berlin, Nürtingen und Rödertal. Diese drei Teams sind für mich in der Pole Position, wenn es um die Meisterschaft geht. Gerade die Füchse Berlin sehe ich sehr weit vorne. Dort wird wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Die Integration in die Strukturen der Männermannschaft ist natürlich ein großer Vorteil. Sie können viele Synergien nutzen, haben dadurch hervorragende Bedin­gungen und sind sportlich wie organisatorisch sehr gut aufgestellt. Aber auch Nürtingen und Rödertal gehören für mich zu den Teams, die ganz oben mitspielen können. Die Liga wird sicherlich sehr span­nend und ausgeglichen sein, aber diese drei Mannschaften sehe ich aktuell mit den besten Vorausset­zungen für den Kampf um die Meisterschaft.

Tim:

Füchse Berlin!

Florian:

Die SG Nürtingen-Zizishausen und die Füchse Berlin Frauen sind sicherlich die Favoriten. Eine Überraschung traue ich aber auch dem HSV Solingen-Gräfrath 76, dem Bergischen HC und dem HC Rödertal zu.

Dirk:

Ich vermute, dass es eine ausgeglichene Liga sein wird. Viele Mannschaften haben enorme Verände­rungen durch Zu- und Abgänge. Trotzdem mein Tipp: Füchse Berlin Frauen.

Redaktion:

Zur neuen Saison kann der SV Todesfelde wieder eine 2. Mannschaft aufbieten, die direkt in der Oberliga startet. Welche Hoffnungen setzt ihr in diesen Neustart und welche Auswirkungen hat das eventuell auch auf die zukünftige Integration junger Talente aus der Region?

Tim:

Der Neustart der zweiten Mannschaft in der Oberliga ist ein strategischer Meilenstein für unseren gesamten Verein. Wir schließen damit eine sportliche Lücke zur ersten Mannschaft und schaffen eine optimale Plattform für den Übergang vom Jugend – in den Leistungsbereich. Auch verletzte Spielerin­nen, oder Spielerinnen mit wenig Spielpraxis haben so die Chance, sich zu zeigen, oder wieder Wettkampfshärte zu bekommen.

Henning:

Es ist natürlich großartig, dass wir wieder eine zweite Damenmannschaft beim SV Todesfelde haben. Das ist für die gesamte Entwicklung des Frauenhandballs im Verein ein ganz wichtiger Schritt. Besonders schön ist, dass die Mannschaft weiterhin in Todesfelde spielt und dadurch an den Wochenenden weiterhin viel Leben in der Halle bleibt, auch wenn unsere Spiele in Bad Schwartau, Lübeck und Ellerbek stattfinden werden. Ich freue mich sehr darüber, dass die Mannschaft zu einem großen Teil aus Spielerinnen besteht, die aus Todesfelde kommen, dort ihre ersten Schritte gemacht haben und bereits in der Jugend für den Verein gespielt haben. Genau solche Geschichten machen einen Verein aus und zeigen, wie wichtig eine nachhaltige Entwicklung im eigenen Umfeld ist.

Mit Marci, dem Trainer der zweiten Mannschaft, bin ich bereits im regelmäßigen Austausch. Sie trai­nieren dienstags und donnerstags nach uns, sodass wir automatisch mehr Berührungspunkte haben werden. Im Laufe der Saison wird es sicherlich Möglichkeiten geben, Synergien zu nutzen, uns auszu­tauschen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Für die Zukunft ist eine zweite Mannschaft extrem wertvoll. Sie bietet jungen Spielerinnen eine Platt­form, um sich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen. Gleichzeitig stärkt sie die ge­samte Struktur des Frauenhandballs beim SV Todesfelde. Deshalb freue ich mich sehr auf diesen Neu­start.

HBF veröffentlicht Spielplan für die Saison 2026/2027

HBF veröffentlicht Spielplan für die Saison 2026/2027

SV Todesfelde startet mit Heimspiel in die 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen
Das Warten hat ein Ende. Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat am heutigen Mittwoch den offiziellen Spielplan für die Saison 2026/2027 in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen veröffentlicht. Für den SV Todesfelde bringt der Spielplan Heimspiele zum Auftakt und Saisonabschluss mit sich, allerdings auch ein kilometerreiches Auswärtsprogramm direkt zum Start.


Saisonauftakt am 29. August gegen den VfL Waiblingen
Mit einem Heimspiel in die Premierensaison starten – das war der große Wunsch der Verantwortlichen des SVT, und dieser erfüllt sich nun auch. Am 29. August wird der letztjährige Tabellenzehnte aus Baden-Württemberg seine Visitenkarte bei den Blau-Gelben abgeben. Die „Tigers“ aus der unmittelbaren Nähe von Stuttgart beendeten die Saison 2025/2026 mit 26:34 Punkten und sicherten sich somit souverän den Klassenerhalt. Doch alleine die Geschichte des Vereins zeigt, dass der VfL ein absolutes Schwergewicht des Frauenhandballs in Deutschland ist. Bereits in der Saison 1979/1980 spielte der Verein im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und gehörte damit zu den vier besten Teams im Land. Im Jahr 1984 mussten die Waiblinger jedoch den Abstieg in die 2. Bundesliga verkraften. Zu den jüngsten Erfolgen zählt der Meistertitel in der 2. Bundesliga 2021/2022 und somit der Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Nach einem Jahr kehrte das Team jedoch direkt wieder zurück in die Zweitklassigkeit, wo man seitdem in jedem Jahr den 10. Tabellenplatz belegte. Der SV Todesfelde darf sich demnach auf einen echten Traditionsverein freuen, wenn Ende August der Startschuss vor erwartungsgemäß großer Kulisse fällt. Das Spiel findet in der etwa 550 Zuschauer fassenden Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau statt. Tickets für die Heimspiele des SVT sind ab sofort im Onlineshop bei https://tixano.de/sv-todesfelde-von-1928-e-v erhältlich – schnell sein dürfte sich lohnen.


Weite Reisen zum Auftakt – SVT hofft auf viele Auswärtsfans
Bereits am 2. Spieltag steht für das Team um Trainer Henning Ammen die zweitweiteste Auswärtsfahrt der gesamten Saison an, wenn es am 05. September zum Vizemeister SG Nürtingen-Zizishausen (Anm. d. R.: umbenannt, vorher TG Nürtingen) geht. Die fast 800 km von Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg wird die Mannschaft mit der Deutschen Bahn absolvieren und bereits einen Tag vorher anreisen, um optimal vorbereitet zu sein. Die SG NtZ sorgte in der abgelaufenen Saison mit über 1.000 geworfenen Toren insbesondere offensiv für Furore, sodass gegen die ebenfalls treffsicheren Aufsteigerinnen des SVT ein Torfeuerwerk erwartet werden
darf. Nachdem am 12. September der TSV Bayer 04 Leverkusen im Rahmen des zweiten Heimspiels zu Gast sein wird, führt der Weg am 19. September zum 1. FSV Mainz 05 nach Rheinland-Pfalz (565 km), bevor es am 17. Oktober nach Regensburg in Bayern (770 km) geht, wo das Team ebenfalls per Bahn am Vortag anreisen wird.
Die Vorfreude auf die anstehende Saison ist nicht nur bei der Mannschaft riesig, sondern auch bei den vielen Fans von „Deathfield“. ,,Ich habe schon mitbekommen, dass einige Fans Zugfahrten und Hotels für die Spiele in Nürtingen & Regensburg gebucht haben. Ich gehe davon aus, dass wir also auch auswärts, wie in den vergangenen Jahren, trotz der teilweise weiten Entfernungen einen tollen blau-gelben Support erleben werden.“ so Florian Haupt, Leiter Leistungssport im SVT. Dass das Interesse der Fans an den Auswärtsfahrten ungebrochen ist, erscheint logisch. Das kleine 1.000 Einwohner Dorf aus dem Kreis Segeberg hat erstmals überhaupt die Möglichkeit, sich bundesweit in einem Ligawettbewerb zu präsentieren. Diese Gelegenheit werden voraussichtlich einige Fans wahrnehmen und den Verein eindrucksvoll vertreten.
Heimspiel in Ellerbek, Derby zum Jahresstart, nach Freiburg im Frühling und Abschluss gegen Rostock
Am 28. November wird der SV Todesfelde sein Heimspiel gegen die HSG Freiburg einmalig in Ellerbek im Kreis Pinneberg austragen. Grund hierfür sind nicht verfügbare Hallenkapazitäten in Lübeck und Bad Schwartau. ,,Wir sind den Verantwortlichen des TSV Ellerbek sehr dankbar, dass unsere Anfrage dort auf große Zustimmung gestoßen ist. Der TSV macht für uns vieles möglich und wir freuen uns, auch unseren Fans aus dem Hamburger Bereich ein wohnortnahes Heimspiel anbieten zu können.“ so Haupt.
Zum Jahreswechsel kommt es am 03. Januar dann zum Nordderby zwischen den HL Buchholz 08-Rosengarten und dem SVT. Das Spiel findet aufgrund des voraussichtlich großen Zuschauerinteresses in Buxtehude statt.
Bereits seit einigen Wochen wird eine Auswärtsfahrt im Vereinsumfeld des SV Todesfelde mit besonderer Vorfreude erwartet – das Spiel in Freiburg im Breisgau. Fans sollten sich daher den 01. Mai 2027 im Kalender notieren, wenn es zur besten Frühlingszeit zum Duell mit der HSG kommt.
Am 29. Mai 2027 hat der SVT am letzten Spieltag die „Dolphins“ vom Rostocker HC zu Gast. Dieser Spieltag wird einheitlich um 18:00 Uhr angepfiffen.
Der SV Todesfelde freut sich auf spannende und zuschauerreiche Spiele in der Saison 2026/2027. Wer dabei sein möchte, kann sich bis Ende August noch seine persönliche Dauerkarte über den Online-Ticketshop sichern.


Todesfelde, den 15.07.2026


F. Haupt


Vorsitzender Förderverein Handball im SV Todesfelde
Leiter Leistungssport Handball im SV Todesfelde


Tel.: 0176-45689270 I Mail: foerdervereinhandball.tolee@gmail.com

FysioStil wird offizieller Physio-Partner des SV Todesfelde

FysioStil wird offizieller Physio-Partner des SV Todesfelde

Der SV Todesfelde freut sich sehr, mit einem neuen starken Partner in die Premierensaison der 2. Alsco Handball-Bundesliga 2026/27 zu gehen. FysioStil wird ab sofort als „Offizieller Physio-Partner des SV Todesfelde (Handball)“ fungieren und die physiotherapeutische Betreuung der Bundesligamannschaft übernehmen.

In enger Partnerschaft mit dem Mannschaftsarzt und medizinischen Leiter Alexander Kuznik aus dem OrthoCentrum Bad Schwartau wird FysioStil dazu beitragen, die Gesundheit der Spielerinnen zu fördern und nach Verletzungen wiederherzustellen. Die Betreuung während des Trainings- und Spielbetriebs wird von dem erfahrenen Sportphysio-Team vor Ort durchgeführt. Weitere Reha-Maßnahmen werden an den beiden Praxisstandorten in Lübeck und Stockelsdorf stattfinden.

Die von FysioStil spezialisierte Sportphysiotherapie ist darauf ausgerichtet, Sportlerinnen und Sportler nicht nur von Verletzungen zu heilen, sondern auch die Leistung zu maximieren. Klassische physiotherapeutische Techniken werden mit sportwissenschaftlichem Wissen verbunden, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Mit einem evidenzbasierten Ansatz und tiefem Verständnis für die Dynamik im Handball werden individuelle Behandlungspläne erarbeitet, um „Return to Competition“ sicher und effektiv zu gestalten.

Florian Haupt, Leiter Leistungssport im SV Todesfelde, freut sich auf die neue Zusammenarbeit: „Wir sind sehr glücklich, mit FysioStil einen starken und kompetenten Partner für die physiotherapeutische Behandlung unserer Bundesligamannschaft gewonnen zu haben. Eine zuverlässige und fachkundige physiotherapeutische Betreuung ist für uns unerlässlich. Mit dem Team von FysioStil und dem OrthoCentrum Bad Schwartau bieten wir unseren Spielerinnen eine erstklassige Versorgung.“

Alexander Kuznik, medizinischer Leiter sagt: „Wir freuen uns sehr auf die kommende Saison mit dem SV Todesfelde und sind sehr gespannt auf die Performance in der 2. Handball-Bundesliga. Als medizinische Partner freuen wir uns sehr, eine stetige professionelle physiotherapeutische Betreuung des Kaders zur Verfügung zu haben und sehen uns als Team für die kommende Saison sehr gut aufgestellt.“

Als Geschäftsführerin von FysioStil erklärt Svenja Schuster: „Als Physiotherapie-Praxis liegt uns die körperliche Gesundheit am Herzen. Unsere Praxen und Trainingsräume bieten hochqualifizierte Physiotherapie und innovatives Körpertraining unter einem Dach. Unser qualifiziertes Team bei FysioStil versteht die einzigartigen Herausforderungen und Bedürfnisse von Sportlern. Wir freuen uns daher sehr, die Damen des SV Todesfelde in der Saison 2026/27 im Bereich der physiotherapeutischen Behandlungen umfassend zu betreuen. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die sportliche Leistung zu maximieren und das berühmte 1 Prozent beizusteuern, welches manchmal über Sieg oder Niederlage entscheidet.“ Der SV Todesfelde freut sich auf eine lebendige und wichtige Partnerschaft mit dem OrthoCentrum Bad Schwartau und FysioStil.

Keine Aufstiegsrunde! SV Todesfelde steigt direkt in die 2. Handball-Bundesliga auf!

Keine Aufstiegsrunde! SV Todesfelde steigt direkt in die 2. Handball-Bundesliga auf!

Vorbehaltlich der Lizenzerteilung durch die Handball-Bundesliga Frauen (HBF)

Das Handballmärchen des Jahres ist perfekt! Am heutigen Dienstagmorgen teilte die Handball Bundesliga Frauen (HBF) mit, dass der SV Todesfelde, vorbehaltlich der Lizenzerteilung (erfolgt Mitte Mai), als erster Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga feststeht. Grund hierfür ist die Tatsache, dass entgegen der ursprünglichen Planung keine Aufstiegsrunde gegen die Erst- und Zweitplatzierten der beiden anderen Staffeln notwendig ist, da schlichtweg nicht genügend Mannschaften bis zum Stichtag 01.03.2026 die Lizenz beantragten.

Neben dem SVT melden die TSG 1893 Leihgestern und die HSG Bad Wildungen Vipers

Insgesamt reichten nur drei Vereine die entsprechenden Unterlagen bei der HBF ein. Neben dem SV Todesfelde sind dies die TSG 1893 Leihgestern (aktuell Platz 5 der Staffel Mitte) sowie die HSG Bad Wildungen Vipers (aktuell Platz 6 der Staffel Mitte). Beide Teams haben bereits 4 Punkte Rückstand auf den aufstiegsberechtigten Tabellenplatz 2, bei nur noch 5 ausstehenden Saisonspielen. Es scheint daher also durchaus möglich, dass der SV Todesfelde am Ende der alleinige Aufsteiger sein könnte und aus der 2. Handball-Bundesliga lediglich ein Team den Gang in die Drittklassigkeit antreten muss.

Der SVT schreibt somit Vereinsgeschichte und wird in der nächsten Saison erstmals überhaupt auf bundesweiter Ebene agieren. Ein Meilenstein, eine Sensation und gleichzeitig ein unglaubliches Abenteuer für den kleinen Dorfverein, auf welches sich jetzt schon alle Blau-Gelben Anhänger freuen dürfen.

SV Todesfelde sichert sich vorzeitig die Aufstiegsrunde – 38:35-Erfolg gegen Vechta

SV Todesfelde sichert sich vorzeitig die Aufstiegsrunde – 38:35-Erfolg gegen Vechta

Was für ein Abend in der Amtssporthalle! Mit einem 38:35 (22:18)-Heimsieg gegen den SC SFN Vechta hat der SV Todesfelde nicht nur den 16. Sieg im 16. Spiel eingefahren, sondern sich zugleich vorzeitig die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga gesichert.

Bereits unmittelbar vor Spielbeginn war klar: Durch die Niederlage der Zweiten des VfL Oldenburg gegen den TSV Altenholz würde ein eigener Sieg gegen den Vorletzten aus Vechta die sichere Qualifikation bedeuten. Entsprechend fokussiert startete die Mannschaft von Trainer Henning Ammen in die Partie.

Mit viel Tempo und Konzentration setzte Todesfelde früh die Akzente und erspielte sich schnell eine 3:1-Führung (4.) sowie ein 8:5 (10.). Doch nach starkem Beginn schlichen sich kleine Unachtsamkeiten ein, die Vechta konsequent nutzte. Beim 9:9 (15.) war der Ausgleich hergestellt – ein Moment, der Coach Ammen zur Auszeit veranlasste.

Die Reaktion folgte prompt: Mit einem energischen 4:0-Lauf innerhalb weniger Minuten wandelte der SVT ein 11:11 in eine 15:11-Führung (22.) um. Der Angriffsmotor lief nun immer runder. Besonders Franziska Haupt übernahm Verantwortung und erzielte in dieser Phase sechs ihrer insgesamt elf Treffer bis zur Pause. Mit einer verdienten 22:18-Führung ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeberinnen hellwach und bauten den Vorsprung weiter auf 26:20 (38.) aus. Doch Vechta blieb kämpferisch und verkürzte noch einmal auf 25:28 (41.). Erneut reagierte das Trainerteam – und erneut zeigte die Mannschaft die richtige Antwort. Mit zwei schnellen Treffern stellte Todesfelde auf 30:25 (42.) und übernahm wieder klar die Kontrolle.

Mit einer 32:26-Führung ging es in die Schlussviertelstunde. Auch wenn die Gäste zwischenzeitlich noch einmal herankamen, geriet der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Der Spitzenreiter blieb souverän, behielt in den entscheidenden Momenten die Ruhe und brachte den 38:35-Erfolg sicher ins Ziel.

Jetzt kann der SV Todesfelde Geschichte schreiben – nur noch 35.000,00 EUR bis zum großen Ziel 2. Handball-Bundesliga

Jetzt kann der SV Todesfelde Geschichte schreiben – nur noch 35.000,00 EUR bis zum großen Ziel 2. Handball-Bundesliga

SVT generierte in den letzten 4 Wochen bereits 106.000,00 EUR / Endspurt bis 28.02.26
Als am 11. Januar um 19:28 Uhr die Meldung veröffentlicht wurde, dass die Handballerinnen des SV Todesfelde den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga realisieren wollen und hierfür insgesamt 150.000,00 EUR benötigen, hielten die meisten Personen dieses ambitionierte Ziel wohl für ein hoffnungsloses Unterfangen. Exakt 4 Wochen und unzählige Arbeitsstunden der vielen Ehrenamtler später steht fest: Der SV Todesfelde kann es tatsächlich schaffen! Bis zum heutigen Tag konnten die Verantwortlichen bereits die unglaubliche Summe von knapp 106.000,00 EUR generieren, und das in nur 28 Tagen.

Bestandssponsoren stocken auf und viele neue Partner kommen hinzu
Ein Großteil dieser beachtlichen Summe resultiert aus neuen Verträgen mit den vielen Bestandssponsoren sowie einer ganzen Reihe neuen Partnern. Inzwischen zählt die Handballsparte des SVT deutlich über 80 Unternehmen zu seinen Unterstützern und kann somit auf eine breite Basis bauen. Besonders bemerkenswert: Viele neue Sponsoren schlossen sich auf Weiterempfehlung von Bestandspartnern dem Verein an.

Spendenlauf am 08.02.2026 ein voller Erfolg
Eine ebenfalls nennenswerte Summe kam am gestrigen Sonntag im Rahmen des Spendenlaufs in Todesfelde zusammen. 45 Läufer/innen drehten rund um das Dorf ihre Runden und kamen gemeinsam auf 485,70 gelaufene Kilometer. Im Vorwege sicherten 192 Personen ihre Spende pro Kilometer zu, sodass schlussendlich eine Gesamtsumme in Höhe von 22.194,90 EUR generiert werden konnte. Mit einem Betrag in dieser Höhe hatten die Verantwortlichen des SVT nicht gerechnet, sodass die Freude umso größer war.


Umzug in andere Sporthalle: Finale Gespräche in dieser Woche
Parallel zur finanziellen Thematik beschäftigt auch ein im Aufstiegsfall notwendiger Umzug in eine andere Sporthalle weiterhin das Team um Abteilungsleiter Florian Haupt. Da viele Sporthallen im Umkreis den enormen Anforderungen des Deutschen Handballbundes (DHB) nicht entsprechen, gestaltet sich die Suche zwar aufwendig, aber nicht unmöglich. Aktuell befindet sich der Verein in finalen Gesprächen und hofft, bestenfalls im Laufe dieser Woche Vollzug melden zu können.


3 Siege aus den letzten 7 Spielen reichen mindestens für Platz 2
Sportlich ist die Ausgangslage klar: Das Team um Trainer Henning Ammen steht aktuell mit 30:0 Punkten ungeschlagen an der Tabellenspitze der 3. Liga Nord. Dahinter folgen der SV Grün-Weiss Schwerin (17:9 Punkte) und der VfL Oldenburg II (16:6 Punkte). Die beiden Verfolger stehen sich in den nächsten Wochen selbst noch zweimal gegenüber und werden sich somit gegenseitig die Punkte nehmen. Mit 3 Siegen aus den letzten 7 Spielen wäre Tabellenplatz 2 dem SVT nicht mehr zu nehmen. Sehr wahrscheinlich würden sogar nur 2 Siegen für das Ziel Qualifikationsrunde zur 2. Handball-Bundesliga ausreichen. Interessante Randnotiz: Sollten die Blau-Gelben die nächsten beiden Spiele gegen den SC SFN Vechta sowie den TSV Nord Harrislee gewinnen, käme es am 14. März im Rahmen des Kreisderbys gegen den SV Henstedt-Ulzburg beim großen Doppelspieltag in der Hansehalle Lübeck zum großen Showdown. Je nach Ausgang der anderen Spiele könnte sogar der vorzeitige Gewinn der Meisterschaft an diesem Tag möglich sein, hier bleiben aber die nächsten 3 Wochen noch abzuwarten.


Nur noch 35.000,00 EUR bis zum großen Ziel – Appell an die Wirtschaft
106.000,00 EUR sind schon da, vielen Kooperationen und Partnerschaften konnten geschlossen werden. Schafft es der SV Todesfelde, in den kommenden 2 Wochen weitere 35.000,00 EUR zu generieren, sind die finanziellen Rahmenbedingungen tatsächlich geschaffen. Sollte dieses Ziel erreicht werden, käme es einer echten Sensation gleich. Die Verantwortlichen haben bereits jetzt eindrucksvoll gezeigt, dass auch die höchsten Hürden durch Zusammenhalt, Motivation und unendlich viel Ehrenamt gemeistert werden können. Der SV Todesfelde wäre im Aufstiegsfall die am höchsten spielende Handball Frauenmannschaft in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg, also ein echtes Aushängeschild für den Handballsport in Norddeutschland und überspitzt gesagt quasi der THW Kiel im Frauenhandball. Wenn es eine Mannschaft und ein Verein verdient haben, in der 2. Handball-Bundesliga zu spielen, dann der SV Todesfelde. Die Entwicklung in den letzten 2 Jahren liest sich nämlich wie eine Bilderbuchgeschichte. Meister der Regionalliga Nord mit nur einer Niederlage, Pokalfinalist, LN-Mannschaft des Jahres 2025, ungeschlagener Tabellenführer der 3. Liga Nord und nun der „NextStep“ – doch diesen kann der SVT nur mit der Unterstützung weiterer Sponsoren und Gönner gehen.
Für Geldspenden (gegen Spendenbescheinigung) nutzen Sie gerne die Plattform unter www.svt-nextstep.de. Für Sponsorenanfragen kontaktieren Sie bitte direkt Herrn Florian
Haupt, Vorsitzender des Fördervereins und Leiter Leistungssport im SV Todesfelde unter foerdervereinhandball.tolee@gmail.com oder telefonisch unter 0176-45689270.

NextStep auch gegen TuS Bielefeld/Jöllenbeck

NextStep auch gegen TuS Bielefeld/Jöllenbeck

Am vergangenen Samstagabend setzten unsere Handball-Damen des SV Todesfelde ihre beeindruckende Erfolgsserie in der 3. Liga Nord fort. Vor heimischer Kulisse behielten wir gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck erneut die Oberhand und feierten mit 38:35 unseren 15. Erfolg im 15. Saisonspiel – ein beeindruckender Lauf, der den Willen und Charakter unseres Teams widerspiegelt.

Die Partie war von Beginn an hart umkämpft, denn die Gäste aus Westfalen präsentierten sich als unbequemer Gegner, der unsere Abwehr immer wieder herausforderte.

Trotz harter Gegenwehr gelang es unserer Mannschaft, im Verlauf des Spiels den Rhythmus zu finden und die Führung zu beHAUPTen.💙💛

SV Todesfelde bleibt verlustpunktfrei

SV Todesfelde bleibt verlustpunktfrei

Der SV Todesfelde bleibt in der 3. Liga weiter verlustpunktfrei. Beim 32:27 (12:13)-Auswärtssieg bei Grün-Weiß Schwerin zeigte das Team erneut große Moral und setzte sich nach einer umkämpften ersten Hälfte in der zweiten Halbzeit entscheidend ab. Angeführt von Top-Torschützin Franziska Haupt (11 Treffer) drehte Todesfelde das Spiel mit zwei starken Läufen und übernahm ab Mitte der zweiten Halbzeit klar die Kontrolle. Trotz engagierter Gegenwehr der Gastgeberinnen ließ der Spitzenreiter nichts mehr anbrennen und fuhr einen am Ende verdienten Sieg ein.

SV Todesfelde setzt Siegesserie fort

SV Todesfelde setzt Siegesserie fort

Die Handballerinnen des SV Todesfelde bleiben auch im neuen Jahr das Maß der Dinge in der 3. Liga. Beim heimstarken TV Hannover-Badenstedt feierte das Team von Trainer Henning Ammen einen souveränen 32:35-Erfolg (12:18) und baute seine Tabellenführung weiter aus.

Nach einer kurzen Anfangsphase auf Augenhöhe übernahm der SV Todesfelde früh die Kontrolle über das Spiel. Eine aufmerksame Defensive und ein variables Angriffsspiel sorgten dafür, dass sich die Blau-Gelben kontinuierlich absetzen konnten. Besonders im Rückraum überzeugten Laura Groke und Franziska Haupt, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.

Auch kleinere Schwächephasen nach dem Seitenwechsel brachten den Spitzenreiter nicht aus dem Konzept. Immer dann, wenn Hannover noch einmal verkürzen konnte, fand der SVT die passende Antwort. So blieb der Auswärtssieg bis zum Schlusspfiff ungefährdet.

Mit dem zwölften Sieg in Folge unterstreicht der SV Todesfelde eindrucksvoll seine Ambitionen und verteidigt die Spitzenposition in der Liga.